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Welche DSL Varianten gibt es? ADSL, VDSL, HDSL und Co.


DSL ist mittlerweile zum Standard für schnelles Surfen im Internet geworden. Weniger bekannt ist, dass DSL in verschiedenen Varianten angeboten wird, die sich vor allem in den möglichen Upload- und Downloadgeschwindigkeiten unterscheiden. Darüber hinaus werden auch andere Internetzugänge so bezeichnet, die kein DSL im eigentlichen Sinne sind.

DSL steht für „Digital Subscriber Line“, was übersetzt „digitaler Teilnehmeranschluss“ bedeutet. Mit DSL können Daten digital über eine bestehende Telefonleitung gesendet werden, wobei Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 500 Mbit pro Sekunde erreicht werden können. Möglich wird dies, indem ein höherer Frequenzbereich des Kupferkabels vom Telefonanschluss zur Übertragung genutzt wird. Die Frequenzbereiche der Telefonleitung werden mithilfe eines sogenannten Splitters aufgeteilt in einen Frequenzbereich für das Telefonieren und einen Frequenzbereich für das Surfen mit DSL. Deshalb ist es bei einem DSL Anschluss auch möglich, zu telefonieren, während man gleichzeitig im Internet surft.

ADSL (Asymetric Digital Subscriber Line) ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Variante von DSL. Asymmetrisch bedeutet hierbei, dass für das Herunterladen (Download) und Hochladen (Upload) unterschiedliche Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen. Downloads kommen zustande, wenn man Webseiteninhalte betrachtet oder auf dem eigenen Computer speichert. Mit Uploads verschickt man beispielsweise E-Mails. ASDL lässt eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 9 Mbit pro Sekunde und eine Uploadgeschwindigkeit bis zu 1 Mbit pro Sekunde zu. Der Kabelweg kann maximal 5,5 Kilometer betragen. Wenn allgemein von DSL gesprochen wird, dann ist meistens ADSL gemeint. Die Deutsche Telekom AG bietet ADSL unter dem Namen T-DSL an.

ADSL 2+, das manchmal auch als ADSL ++ bezeichnet wird, ist eine Weiterentwicklung von ADSL, bei der Datenübertragungsraten von bis zu 25 Mbit/s zum Teilnehmer und bis zu 3,5 Mbit/s in der Gegenrichtung möglich sind. Ein zu hoher Upstream beeinträchtigt allerdings die Geschwindigkeit des Downstreams, sodass in der Praxis die Übertragungsrate für den Upstream 1,5 Mbit/s nicht überschreitet. Die maximale Reichweite ist 200 Meter höher als bei ADSL.

SDSL (Symmetrical Digital Subscriber Line) bedeutet symmetrische Datenübertragungstechnik. Upload- und Downloadgeschwindigkeit sind hier gleich. Es können maximal 4 Mbit/s übertragen werden. Es wird also eine höhere Upload-, dafür aber eine geringere Downloadgeschwindigkeit als bei ADSL erreicht. Die Reichweite kann dabei auf Kosten der Datenrate erhöht werden.

HDSL (High Data Rate Digital Subscriber Line) ist ebenfalls ein symmetrisches Verfahren, bei welcher Upload- und Downloadgeschwindigkeiten zwischen 1,54 und 2,04 Mbit/s erreicht werden. Hierbei lassen sich Telefonleitungen bündeln. So sind bei zwei Telefonleitungen etwa 1,5 Mbit/s möglich, bei drei Telefonleitungen bis zu 2 Mbit/s.

VSDL (Very High Data Rate Digital Subscriber Line) ist eine besonders schnelle symmetrische Übertragungstechnologie, bei welcher Übertragungsraten von 13 Mbit/s bis 55 Mbit/s realisiert werden können. Allerdings dürfen hierzu die Rechner, zwischen denen die Daten übertragen werden, nur maximal 1,5 Kilometer voneinander entfernt sein. Je näher sich die Rechner sind, umso schneller kann die Verbindung sein. Bei der Erweiterung VSDL 2 werden noch etwas höhere Übertragungsraten erreicht.

Da DSL mittlerweile zum Synonym für schnelles Internet geworden ist, werden mitunter auch andere Zugangstechniken unter diesem Namen angeboten. Beispiele hierfür sind das sogenannte Kabel-DSL, bei dem der Internetzugang über den Kabelfernsehanschluss erfolgt, oder das Satelliten-DSL, der Internetzugang über Satellit.

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